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Wie lässt sich ein Barrierefreiheits-Report für Kunden aufbereiten?

Herausgegeben von Decareto
·
4 Minuten lesen
·
August 28, 2026
Holografischer Barrierefreiheitsbericht mit blauen und violetten Datenvisualisierungen schwebt über einem minimalistischen weißen Schreibtisch.
Inhaltsübersicht

Einen Barrierefreiheits-Report für Kunden aufzubereiten bedeutet, technische Prüfergebnisse so zu strukturieren, dass sowohl Entwickler als auch Entscheider ohne Accessibility-Hintergrund damit arbeiten können. Ein guter Report enthält nicht nur eine Liste gefundener Probleme, sondern auch eine klare Priorisierung, verständliche Erläuterungen und konkrete Handlungsempfehlungen. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Inhalte ein solcher Report braucht, wie Befunde verständlich aufbereitet werden und wie Sie den Report professionell übergeben und nachverfolgen.

Welche Inhalte gehören in einen Barrierefreiheits-Report für Kunden?

Ein vollständiger Barrierefreiheits-Report für Kunden enthält mindestens fünf Kernelemente: eine Zusammenfassung des Prüfumfangs, eine Übersicht der gefundenen Barrieren nach Schweregrad, Verweise auf die betroffenen Seiten und Elemente, die zugrunde liegenden WCAG- oder BITV-Kriterien sowie konkrete Handlungsempfehlungen zur Behebung. Ohne diese Bausteine bleibt ein Report für den Kunden schwer nutzbar.

Beginnen Sie mit einer Executive Summary, die in wenigen Sätzen beschreibt, welche Website geprüft wurde, welcher Prüfstandard zugrunde lag (z. B. WCAG 2.1 Level AA oder BITV 2.0) und welche Gesamtbewertung sich ergibt. Kunden, die nicht tief in der Materie stecken, lesen oft nur diesen Teil. Er sollte deshalb klar formulieren, ob dringender Handlungsbedarf besteht.

Im Hauptteil listet der Report die gefundenen Probleme strukturiert auf. Zu jedem Problem gehören:

  • Eine kurze, verständliche Beschreibung des Problems
  • Die betroffene URL oder der betroffene Seitenbereich
  • Das zugehörige WCAG-Erfolgskriterium (z. B. 1.4.3 Kontrast) sowie das Konformitätslevel (A, AA oder AAA)
  • Eine Einschätzung des Schweregrads
  • Eine konkrete Handlungsempfehlung, idealerweise mit einem Codebeispiel oder einem Screenshot

Wichtig: Automatisierte Tests wie ein Barrierefreiheits-Test-Tool decken typischerweise einen Teil der Probleme ab, schätzungsweise 30 bis 50 Prozent aller möglichen Barrieren. Manche Probleme, etwa fehlende Tastaturbedienbarkeit oder unzureichende Screenreader-Kompatibilität, lassen sich nur durch manuelle Prüfungen zuverlässig erfassen. Ein seriöser Report macht diesen Umstand transparent und weist darauf hin, dass das Ergebnis keine vollständige Konformitätszertifizierung darstellt.

Wie werden Barrierefreiheits-Befunde verständlich priorisiert?

Barrierefreiheits-Befunde werden am verständlichsten priorisiert, wenn Sie sie nach ihrer tatsächlichen Auswirkung auf Nutzerinnen und Nutzer mit Behinderungen einteilen, nicht allein nach dem WCAG-Level. Eine praxistaugliche Einteilung in vier Schweregrade hilft Kunden, sofort zu erkennen, wo dringender Handlungsbedarf besteht.

Folgende Abstufung hat sich in der Praxis bewährt:

  1. Kritisch: Das Problem blockiert grundlegende Funktionen vollständig, zum Beispiel ist ein Login-Formular ohne Maus nicht bedienbar. Diese Probleme müssen vorrangig behoben werden.
  2. Schwerwiegend: Wesentliche Aufgaben werden stark eingeschränkt, etwa durch unzureichenden Farbkontrast auf Buttons oder fehlende Alt-Texte bei informativen Bildern.
  3. Mittel: Die Nutzung wird erschwert, es gibt aber Workarounds, zum Beispiel nicht aussagekräftige Linktexte wie „Hier klicken“.
  4. Geringfügig: Kaum spürbare Auswirkung auf die Nutzung, eher semantische Feinheiten ohne direkte Barrierewirkung.

WCAG sieht eine solche Priorisierung nicht direkt vor, denn die Konformitätslevels A, AA und AAA beschreiben den Grad der Anforderung, nicht den Schweregrad eines konkreten Fehlers. Für einen Kunden-Report ist es jedoch sinnvoll, beide Dimensionen zu kombinieren: Nennen Sie das WCAG-Kriterium und das Level, ergänzen Sie aber eine eigene Schweregradeinschätzung, die den Nutzungskontext berücksichtigt. Ein Level-A-Fehler, der nur eine selten genutzte Unterseite betrifft, kann im Einzelfall weniger dringend sein als ein Level-AA-Fehler auf der Startseite.

Welche Darstellungsform eignet sich für technische und nicht-technische Empfänger?

Für technische Empfänger wie Entwickler eignen sich detaillierte Fehlerlisten mit Code-Referenzen und WCAG-Kriterien. Für nicht-technische Empfänger wie Geschäftsführung oder Marketing funktionieren visuelle Zusammenfassungen, Schweregrad-Übersichten und klare Handlungsempfehlungen in Alltagssprache besser. Ideal ist ein zweistufiger Aufbau, der beide Zielgruppen im selben Dokument bedient.

Aufbau für Entscheider

Der erste Teil des Reports richtet sich an Personen, die keine technischen Details benötigen. Eine grafische Übersicht der Fehlerverteilung nach Schweregrad, ein kurzes Fazit zur rechtlichen Relevanz (z. B. Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes) und eine Liste der drei bis fünf dringlichsten Maßnahmen reichen oft aus. Vermeiden Sie Abkürzungen wie ARIA oder Begriffe wie „semantische Auszeichnung“ ohne Erklärung.

Aufbau für Entwickler und Umsetzungsteams

Der zweite Teil enthält die vollständige Fehlerliste mit technischen Details: betroffene HTML-Elemente, Seitenkontext, das jeweilige WCAG-Erfolgskriterium und mögliche Lösungsansätze. Screenshots oder Code-Snippets helfen, das Problem schnell zu lokalisieren. Wenn ein automatisierter WCAG-Test durchgeführt wurde, sollte auch hier transparent kommuniziert werden, welche Probleme automatisiert erkannt wurden und welche manuell erfasst wurden.

Agenturen, die regelmäßig Barrierefreiheits-Reports für verschiedene Kunden erstellen, profitieren von einer einheitlichen Report-Vorlage. So entsteht ein wiedererkennbares Format, das Kunden Orientierung gibt und intern Zeit spart.

Wie lassen sich Barrierefreiheits-Reports professionell mit Kunden teilen?

Barrierefreiheits-Reports lassen sich professionell teilen, indem Sie dem Kunden einen strukturierten, gut lesbaren Bericht übergeben, der direkt zugänglich ist, ohne dass der Kunde selbst ein Tool bedienen muss. Entscheidend sind ein klares Format, ein direkter Zugang ohne Hürden und die Möglichkeit, Rückfragen einfach zu klären.

Für die Übergabe gibt es mehrere bewährte Wege:

  • PDF-Export: Eignet sich für formelle Übergaben und Dokumentationszwecke. Der Report sollte ein Deckblatt mit Prüfdatum, geprüfter URL und Prüfstandard enthalten.
  • Geteilter Online-Zugang: Viele Kunden bevorzugen einen Link zu einem interaktiven Report, den sie selbst durchblättern können. Das reduziert Rückfragen und gibt dem Kunden Eigenverantwortung.
  • Whitelabel-Berichte: Agenturen, die Reports unter eigenem Logo ausliefern möchten, stärken damit ihre Markenpräsenz und wirken professioneller gegenüber Endkunden.

Unabhängig vom Format sollte der Report immer das Prüfdatum enthalten und darauf hinweisen, dass Websites sich verändern und eine einmalige Prüfung keine dauerhafte Aussage über den Zustand der Website trifft. Empfehlen Sie Ihren Kunden deshalb eine regelmäßige Wiederholung des Accessibility-Scans, zum Beispiel nach größeren Website-Updates.

Was sollte ein Barrierefreiheits-Report nach einer Nachbesserung dokumentieren?

Nach einer Nachbesserung sollte ein Barrierefreiheits-Report dokumentieren, welche Probleme aus dem Vorläufer-Report behoben wurden, welche noch offen sind und ob neue Probleme hinzugekommen sind. Dieser Vergleich zeigt dem Kunden den Fortschritt und schafft Transparenz über den aktuellen Compliance-Status.

Ein Follow-up-Report enthält idealerweise:

  • Eine Gegenüberstellung der Fehleranzahl vor und nach der Nachbesserung, aufgeschlüsselt nach Schweregrad
  • Eine Liste der als behoben markierten Probleme mit kurzem Nachweis (z. B. Screenshot oder erneuter Scan-Befund)
  • Noch offene Punkte mit aktualisierter Priorität
  • Neu erkannte Probleme, die erst durch den erneuten Scan sichtbar wurden

Gerade für Kunden, die eine Barrierefreiheitserklärung gemäß BFSG veröffentlichen müssen, ist diese Dokumentation wichtig. Die Erklärung muss den aktuellen Stand der Barrierefreiheit beschreiben und bekannte Mängel benennen. Ein nachvollziehbarer Verlauf der Prüfungen und Korrekturen unterstützt diese Anforderung und zeigt, dass aktiv an der Verbesserung gearbeitet wird.

Beachten Sie: Auch ein erneuter automatisierter Scan nach Nachbesserungen ersetzt keine manuelle Prüfung. Manche Korrekturen, etwa an der Tastaturbedienbarkeit oder der Screenreader-Ausgabe, lassen sich nur durch manuelles Testen zuverlässig verifizieren. Ein guter Follow-up-Prozess kombiniert daher automatisierte Scans mit gezielten manuellen Stichproben an den korrigierten Stellen.

Wie wir bei decareto die Aufbereitung von Barrierefreiheits-Reports unterstützen

Mit decareto können Sie Barrierefreiheits-Reports effizient erstellen, strukturieren und direkt mit Kunden teilen. Unsere Plattform unterstützt Sie dabei in jedem Schritt:

  • Automatisierter Accessibility-Scan: Wir prüfen ganze Websites inklusive Unterseiten auf Barrieren gemäß WCAG, BITV und BFSG, priorisieren Probleme nach Schweregrad und liefern konkrete Handlungsempfehlungen.
  • Verständliche Reports: Unsere Reports sind so aufgebaut, dass sie sowohl für Entwickler als auch für nicht-technische Entscheider lesbar sind. Befunde werden klar beschrieben, mit Screenshot-Upload und Kommentarfunktion ergänzbar.
  • Professionelles Teilen: Reports lassen sich direkt mit Kunden teilen. Eine Whitelabel-Funktion ermöglicht es Agenturen, Berichte unter eigenem Logo auszuliefern.
  • Dauerhaftes Monitoring: Hunderte Websites lassen sich kontinuierlich überwachen. Bei Änderungen erhalten Sie automatische Benachrichtigungen, sodass Follow-up-Reports stets auf dem aktuellen Stand sind.
  • Kombination mit Datenschutz: Wer bereits den DSGVO-Website-Check nutzt, kann Datenschutz und Barrierefreiheit in einem zentralen Dashboard verwalten und so doppelte Arbeit vermeiden.

Testen Sie decareto und überzeugen Sie sich selbst, wie schnell und strukturiert ein professioneller Barrierefreiheits-Report entstehen kann. Jetzt kostenlos starten und Ihre erste Website scannen.

Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt und könnte Fehler beinhalten.

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